Die Sicherstellung einer hohen Trinkwasserqualität ist eine zentrale Voraussetzung für den Gesundheits- und Verbraucherschutz. Regelmäßige Untersuchungen der in der Trinkwasserverordnung sowie weiteren gesetzlichen Regelwerken festgelegten Qualitäts- und Indikatorparameter gewährleisten die Einhaltung der hohen Sicherheitsstandards. Hierfür werden täglich zahlreiche Wasserproben in spezialisierten Laboratorien und bei Wasserversorgern analysiert.
Die Untersuchung von Trink- und Prozesswasser umfasst sowohl chemische als auch mikrobiologische Analysen. Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Parameter kommen zahlreiche spezialisierte Untersuchungsverfahren zum Einsatz. Gleichzeitig stellt der zunehmende Fachkräftemangel Labore vor die Herausforderung, Mitarbeitende flexibel über verschiedene Analysebereiche hinweg einzusetzen. Trotz hoher Probenzahlen und weitgehend standardisierter Untersuchungsmethoden erfolgt ein Großteil der Analytik bislang noch manuell; Automatisierungslösungen existieren überwiegend nur für einzelne Prozessschritte.
Vor diesem Hintergrund entwickelt das Verbundprojekt SmartAQAlab ein teilautomatisiertes Assistenzsystem zur multiparametrischen Untersuchung von Trink- und Prozesswasserproben. Ziel ist es, Laborpersonal durch eine konsequent digitalisierte und assistenzgestützte Prozessführung zu unterstützen, ohne die Fachkompetenz des Menschen zu ersetzen. Gleichzeitig soll die Effizienz, Standardisierung und Nachvollziehbarkeit der Laborprozesse deutlich verbessert werden.
